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Die Zukunft unserer Schulen ist digital

Egal, ob man sich darüber freut oder der Entwicklung kritisch gegenübersteht. Es ändert nichts daran: Die Zukunft, auch die unserer Schulen, ist digital. Auf allen Stufen sehen sich Lehrpersonen zunehmend mit technischen Geräten, digitalen Lehrmitteln und neuen Ansprüchen an ihren Unterricht konfrontiert. Diesen Ansprüchen sollen möglichst alle Lehrpersonen genügen, denn es darf nicht sein, dass es reine Glückssache ist, ob ein Kind in seiner Schulzeit auf die digitale Zukunft vorbereitet wird oder eben nicht.

Längst nutzen nicht mehr nur die «Digital Natives» gerne die Erleichterungen, die das Internet bietet. Gleichzeitig gibt es aber gerade unter den Lehrpersonen viele, die den schwer durchschaubaren Algorithmen, die unsere Computer und Handys lenken, mit Skepsis begegnen. Diesen Zwiespalt gilt es ernst zu nehmen, doch darf man deshalb an den Schulen nie die neuen Möglichkeiten aus den Augen verlieren, die sich mit der Digitalisierung bei der Bewältigung von gesellschaftlichen Aufträgen wie der Integration oder der Verbesserung der Chancengerechtigkeit auftun. Was mir dabei wichtig ist: Wir lassen uns nicht von den Geräten beherrschen, sondern wir nutzen sie, wie und wo wir das sinnvoll finden.

Die Rolle der Lehrperson wird sich zwangsläufig verändern. Was sich aber nicht ändert, ist die eminente Bedeutung der Lehrperson als Bezugsperson und Vermittlerin – nach meiner Überzeugung wird diese Bedeutung mit dem Einzug des Digitalen in die Schulwelt sogar noch steigen. Meine Aufgabe als Regierungsrat sehe ich darin, für diese Herausforderung die notwendigen Ressourcen und Rahmenbedingungen bereitzustellen. Anspruchsvoller als Millionen in die Hardware zu investieren, ist es, dazu die richtige Software auszuwählen und diese dann vor allem auch pädagogisch sinnvoll einzusetzen.

In Basel-Stadt sind wir gegenwärtig mit Hochdruck daran, unsere Schulen mit passenden Endgeräten und leistungsfähigen Netzwerken auszurüsten. Genau so wichtig ist es uns aber, Lehrpersonen und Schulleitungen so weiterzubilden, dass der Veränderungsprozess in erster Linie an den Schulen selbst gestaltet werden kann. Im Vergleich mit unseren Nachbarn im In- und Ausland stehen wir dabei in Basel sicher nicht schlecht da. Unsere Abteilung ICT-Medien, die wir eigens für den Bildungsbereich aufgebaut haben, berät und unterstützt heute mit 21 Mitarbeitenden rund 25000 Schülerinnen und Schüler und 2500 Lehrpersonen. Auch bei der Infrastruktur und der Weiterbildung der Lehrpersonen sind wir zwar noch lange nicht am Ziel, doch – davon bin ich fest überzeugt – wir sind auf gutem Weg.

Dr. Conradin Cramer, Vorsteher Erziehungsdepartement Basel-Stadt

Dr. Conradin Cramer
Vorsteher Erziehungsdepartement
Basel-Stadt

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